Vulkan Santa María

Santa María (Santiaguito)

Name: Santa María (Santiaguito)
Land: Guatemala
Typ: Stratovulkan
Höhe: 3772m
Status: aktiv

Der Vulkan Santa María befindet sich im westlichen Hochland von Guatemala. Teil der Sierra Madre mit weiteren Vulkanen dieser Gebirgskette, welche sich durch die Subduktion der Kokosplatte unter die Karibische Platte bildet.
In der langen Vergangenheit des Santa Maria gab es zahlreiche kleinere und größere Eruptionen. Nach einer langen Ruhephase erfolgte 1902 ein gewaltiger Ausbruch, der zu den fünf größten Eruptionen der letzten 200-300 Jahren zählt. Bei dieser gewaltigen Eruption kamen mindestens 5000 Menschen ums Leben. Eine unglaubliche Menge von Bimstein und Asche wurde aus dem feurigen Schlund des Vulkans gestoßen und durch Winde bis ins weit entfernte San Francisco getragen.


Nach einer etwa zwanzig Jahre dauernder Ruhezeit erfolgten neue Ausbrüche, bei welchen sich durch Extrusion ein Lavadom bildete.
Der neu entstandene Dom wurde Santiaguito getauft.
Durch den Ausstoß von Magma entstanden mehrere Kuppeln mit aktiven Schloten. Als im Jahre 1929 eine der Kuppeln einstürzte und pyroklastische Ströme freisetzte, kamen zahlreiche Menschen in der Gefahrenzone ums Leben.
Eine große Gefahr geht auch von heißer Lahar (Schlamm- und Schuttströme) aus, welche in der Vergangenheit mehrmals Dörfer der Umgebung zerstörte.

 

Im April 2010 erfolgten am Santiaguito neue Eruptionen, bei denen Asche ausgestoßen wurde und sich schwarze Aschewolken weit in den Himmel türmten. In der gefährdeten Zone erfolgte ein Flugverbot und die Alarmstufe wurde erhöht.

 

Ausgangspunkt um den Vulkan Santa Maria zu erforschen ist Quetzaltenango, die zweitgrößte Stadt in Guatemala.

 

Weblinks:

Landkarte Guatemala mit Vulkanstandort

Letztes Update, Mai 2010